12. Aug

Nein zu Titanium Mobile und hybriden Frameworks!

Nach jahrelangen Erfahrungen – auch bei größeren Kunden und Projekten – ist für uns endgültig die Zeit gekommen uns von Titanium Mobile zu verabschieden. Die Jahre haben uns gelehrt: Mit Titanium Mobile ist vor allem in jüngerer Zeit definitiv keine qualitativ hochwertige, zukunftsorientierte, kalkulierbare und wartbare App-Entwicklung möglich.

Mag es der Übernahme von Appcelerator durch Axway Anfang des Jahres oder der allgemeinen Entwicklung geschuldet sein – aber das Arbeiten mit der hauseigenen Entwicklungsumgebung Appcelerator Studio macht keinen Spaß mehr. Seit geraumer Zeit wird während dem Öffnen der IDE, dem Deployen, etc. scheinbar irgendein Appcelerator-Server im Hintergrund abgefragt. Und ja es kommt vor, dass der Server einen Fehler zurückgibt oder man im Zug beim Arbeiten in einem Funkloch sitzt. Meistens natürlich dann, wenn es wieder besonders dringend ist. Produktives Offline-Arbeiten wird zu Unmöglichkeit.

Allgemeine Probleme von Titanium, Xamarin und Co.

Hybride Framework – das betrifft auch Lösungen wie PhoneGap oder Xamarin – haben ein großes Problem. Die mobile Entwicklungswelt ist schon komplex genug. Eine scheinbar unendlich große Geräte-Fragmentierung, unterschiedlichste Systemumgebungen, angepasste Android-Versionen durch Hersteller und eine nicht geringe Versions-Vielfalt tragen bereits in der nativen Entwicklungswelt nicht gerade zur Erleichterung bei. Dazu kommen oftmals kryptische und unnötig komplizierte Programmier-Paradigmen bei Google und Apple. Ein eigentlich einfacher anmutender Zugriff auf den Gerätekalender kann schon einmal zur Tortur ausarten, Trivial-Funktionen wie die Änderung eines Zeilenabstandes oder der Einsatz von regulären Ausdrücken mutiert in Apples Swift-Sprache zum K(r)ampf. Es ist selbst für erfahrene Entwickler manchmal nicht leicht, hier den gesamten Überblick zu bewahren.

Und zu diesen komplexen Konstrukten stülpen hybride Frameworks wie Titanium Mobile und Xamarin eine weitere komplexe Ebene. Die Fehlersuche und das Debugging gleicht daher nicht selten einer Stecknadelsuche im Heuhaufen und birgt in Kundenprojekten oftmals unkalkulierbare Zeit- und Kostenrisiken. Und wie jede Software sind auch die hybriden SDKs nicht fehlerfrei. In der nativen Welt gibt es meist Lösungen oder Möglichkeiten in solchen Fällen einzugreifen, bei den hybriden Frameworks sind einem in der Regel die Hände gebunden.

Bugs und Workarounds bergen große (planerische) Risiken

Bis heute ungelöste Bugs wie jira.appcelerator.org/browse/AC-576 können ein Projekt schnell zum absoluten Stillstand bringen oder hässliche Workarounds vonnöten machen – zeitlich und preislich kaum kalkulierbar. Wir haben uns einmal die Mühe gemacht während einer Titanium-Entwicklung über eine Woche alle Fehler, Bugs und Probleme zu notieren. Diese hier alle aufzuführen, würde den Rahmen des Artikels schlichtweg sprengen!

Über viele Jahre und Projekte hinweg, sind wir immer wieder zu einem Fazit gekommen: Letztendlich hätte es nachbetrachtend den nahezu gleichen Aufwand bedeutet, die Apps in nativen Technologien, anstatt in hybriden Code mit unzähligen Plattform-Anpassungen und Workarounds, zu schreiben. Bei deutlich höherer Code-Qualität, Flexibilität, Zukunftssicherheit und Wartbarkeit.

Daher unser deutlicher Leitspruch für die Zukunft:
Nein zu Titanium Mobile und allen anderen hybriden Frameworks!

Aber was kommt dann?

Bleibt die Problematik, dass gewisse Dinge in nativen Technolgoien auch nicht optimal gelöst sind. Die Oberflächengestaltung – die nicht selten einen großen Teil der Entwicklung einnimmt – ist deutlich komplexer als beispielsweise HTML und CSS. Warum also nicht das Beste aus beiden Welten vereinen?

Die Web-Native-Technologie

Nativer Code für die eigentlich Logik und Programmierung, Webbasierter Code für die Darstellung und Formatierung. Wir haben diesen Ansatz Web-Native genannt und damit eine für uns optimale Lösung, für qualitativ hochwertige Apps mit einer kurzen Time-To-Market . Auf Basis unseres APP-CMS haben wir ein Gesamtpaket erstellt, mit dem alle Aspekte wie Inhalts-Synchronisierung, Datenabruf, Caching, Offline-Fähigkeit, HTML-Templating und individuelle Anpassbarkeit gegeben sind. Das Gesamtpaket besteht aus

  • APP-CMS Backend
  • SDK für iOS
  • SDK für Android

Damit kann der gesamte App-Rahmen und die Navigation (bzw. Androids Navigation Drawer) in nativen Technologien geschrieben werden. Der darzustellende Inhalt aber wird webbasiert gelöst und über die jeweiligen SDKs direkt mit Inhalt gefüllt. Eine einfache und direkte Kommunikation zwischen nativer Programmierung und webbasierter Darstellung ist gegeben. Dabei bleibt uns aber die Freiheit. beispielsweise umfangreiche und komplexe Listenansichten nativ, eine weiterführende Detailseite dann aber wieder webbasiert umzusetzen. Das Beste aus beiden Welten optimal eingesetzt – dank unserer Web-Native-Technologie.

Darüberhinaus können dank unseren SDKs webbasierte Templates und Inhalte mit einer Zeile Code vom APP-CMS Backend synchronisiert werden. Damit ist der einfache Austausch von Oberflächen-Funktionalitäten und -Designs zur App-Laufzeit möglich. Natürlich alles komplett Offline-fähig.

Ihre Fragen zum APP-CMS und zur Web-Native-Technologie?

Wenn Sie mehr zu unserem APP-CMS, unserer Web-Native-Technologie und der damit verbundenen kostengünstigen Umsetzung Ihres App-Projektes wissen möchten, kontaktieren Sie uns einfach:

  • Online-Anfrage
  • Telefon: 07216 – 941140
  • Markus Schmid
  • Geschäftsführer AREA-NET GmbH

Weitere Informationen zum APP-CMS und zur  Web-Native-Technologie

Demnächst erfahren Sie in unserem Blog weiterführende Informationen über die Funktionsweise und Implementierung von mobilen Apps mit unserem APP-CMS und der Web-Native-Technologie. Bleiben Sie über unseren Twitter-Account der App-Agentur auf dem Laufenden.

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